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ALERT ist ein für Windows entwickeltes Softwarepaket, das als Fernwirk- und Meldesystem arbeitet. Es kommt überall dort zum Einsatz, wo eine Anlage, ein Gebäude oder eine Maschine ein Ereignis über Telekommunikationseinrichtungen an das Bedien- bzw. Servicepersonal weiterleiten soll. Dieses Ereignis kann sowohl ein Alarm als auch eine Zustandsmeldung der Anlage sein. ALERT kann als eigenständiges Programm oder in Verbindung mit einer Standardvisualisierung, wie z.B. Wizcon, und vielen anderen SCADA (Supervisory Control And Data Akquisition) Paketen eingesetzt werden. ALERT ist in drei Sprachen - deutsch, englisch und französisch - verfügbar.
Anbindung an die Hardwareperipherie
ALERT hat mehrere Möglichkeiten an die Hardwareperipherie angeschlossen zu werden. Ausgerüstet mit einer OPC-Client-Schnittstelle kann jeder OPC-Server, egal ob Feldbus, Einzelgerät oder ein Softwarepaket, direkt gekoppelt werden. ALERT verfügt über ein eigenständiges Alarmmodul, das Alarmgenerierung, Archivierung und Auswertung selbständig übernimmt. Damit ist es möglich, ALERT z.B. an eine Profibus-Schnittstelle über OPC anzubinden und eine Überwachung der angeschlossenen Sensoren direkt durchzuführen. In der Gebäudeautomation können Gebäudemanagement-Softwarepakete, die sich bereits im Einsatz befinden, mittels OPC-Schnittstelle an ALERT angebunden werden. So kann man neue, moderne Fernwirktechnik mit vorhandenen, älteren Systemen kombinieren. Jeder OPC-Server im Netz kann verwendet werden. Der OPC-Client unterstützt das Browsen im Server. Die Alarmdefinition ist direkt beim Import der Variablen möglich. Für Softwaremodule, die noch über keinen OPC-Server verfügen, ist die bewährte DDE-Schnittstelle ebenfalls verfügbar.Eine weitere, sehr komfortable Möglichkeit der Kopplung an eine bereits vorhandene Prozessvisualisierung sind die Mediatoren. Darunter verstehen wir ein Softwaremodul, welches ermöglicht, die in der Prozessvisualisierung bereits definierten Alarme direkt in ALERT zu "browsen". Das heisst, Alarme bzw. Ereignisse, die einen Fernruf auslösen sollen, können ausgewählt werden um sie als ALERT-Alarm per Mausklick einfach "herüberzuziehen". Ein weiterer Vorteil ist, dass auch der Alarmhilfetext, der in der Prozessvisualisierung erstellt wurde, als Text im ALERT übernommen wird. Bei Alarmierung kann der Alarm über Telefon bestätigt werden und ist somit ebenfalls in der Prozessvisualisierung in ALERT bestätigt. Es gibt zur Zeit Mediatoren für die meisten am Markt gängigen SCADA-Pakete, wie InTouch, Fix, Win CC, Cimplicity, Factory Link und natürlich auch Wizcon. Besonders das Wizcon-Paket bietet mit seinen mehr als 200 Treibern im Lieferumfang eine hervorragende Kommunikationsplattform, bereits bestehende Anlagen mit unterschiedlichster Hardware an ALERT anzubinden. Alarmierung und Alarmverwaltung
Die Alarme, die eine Aktion auslösen sollen, müssen zunächst definiert, oder aus einem bestehenden Visualisierungspaket übernommen werden. Dabei werden Alarme nach Wichtigkeitsgrad geordnet und verschiedenen Anrufergruppen zugewiesen. Tritt das Ereignis ein, wird das im Bereitschaftsplan ausgewählte Personal der entsprechenden Rufgruppe alarmiert. Abhängig vom gewählten Medium werden die Alarminformationen entweder in Form eines numerischen Codes (Pager), einer alphanumerischen Meldung (Pager, Drucker, Fax, E-mail) oder einer gesprochenen Meldung (Telefon) übermittelt. Vor der Entgegennahme der gesprochenen Meldung, muss sich der diensthabende Servicetechniker per Kennwort identifizieren. Danach muss er die Entgegennahme quittieren und hat auch optional die Möglichkeit den Alarm selbst zu bestätigen. Sollte der zuständige Servicetechniker nicht erreichbar sein, wird ALERT nach einer vorher konfigurierten Zeit einen eingetragen Ersatzmann anwählen. Dies setzt sich solange fort, bis ALERT jemanden aus dem Bereitschaftsplan gefunden hat, der die Meldung entgegennimmt. Um Fehlalarmierungen zu vermeiden, kann man in ALERT eingestellt werden, wie lange ein Alarm anstehen muss, bis letztendlich ein Aussenruf ausgelöst wird.
Umgang mit Alarmen
Tritt ein Alarm auf, so wird er, zusammen mit den nötigen Informationen, in die Alarmliste aufgenommen. Wenn die Rufoption für Alarme aktiviert ist, werden die im Bereitschaftsplan ausgewählten Operatoren der entsprechenden Rufgruppe alarmiert. Entsprechend dem gewählten Medium werden die Alarminformationen entweder in Form eines numerischen Codes (Pager), einer alphanumerischen Meldung (Pager, Drucker, Fax, E-Mail) oder einer gesprochenen Meldung (Telefon) übermittelt. Die gesprochene Information zur Identifizierung einer Alarmmeldung erfolgt über die gesprochene Gruppennachricht, gefolgt von der gesprochenen Alarmnachricht. Falls keine von beiden als Alarm definiert ist, wird eine Fehlermeldung abgespielt. Wenn der Anruf an einen Hauptoperator fehl schlägt oder nicht innerhalb der konfigurierten Zeit bestätigt wird, wird er entweder zum Operator zurückgeleitet, auf seine Ablösungsnummer oder zum Ersatzoperator umgeleitet. Die Versuchsnummer zwischen jedem Anruf und die Zeit zwischen jedem Versuch ist konfigurierbar.
Anrufsbestätigung
Wenn ein Operator über ein Einrichtungsmedium (Pager) alarmiert wird, muss er signalisieren, dass er aufgerufen worden ist, und dass weitere Aufrufe nicht mehr erforderlich sind. Diese Anrufsbestätigung kann innerhalb einer konfigurierbaren Zeit erfolgen; entweder lokal, telefonisch oder über eine Aussenstation (Netzwerk oder Internet).
Alarmbestätigung
Alarmbestätigung bedeutet, dass der Operator das Problem erkannt hat. Dies kann entweder lokal, telefonisch oder über eine Aussenstation (Netzwerk oder Internet) erfolgen. Alarme können individuell bestätigt werden; durch Funktionsgruppen oder global. Es gibt auch die Option, Alarme automatisch zu bestätigen, wenn die Anlage einmal selbst in ihren Normalzustand zurückfällt. Die Bestätigungen, welche auf der Ebene der überwachten Applikation auftreten, können automatisch berücksichtigt werden und wechselseitige Bestätigungen auf Alarmniveau lokal oder von fern auf die überwachte Applikation übermittelt werden.
Bereitschaftsplan
Alle Servicetechniker, die bestimmt sind, eine Alarmkategorie zu überwachen, bilden eine Rufgruppe. Jede Rufgruppe setzt sich aus Teams zusammen. Jedes Team bestimmt einen Servicetechniker oder eine ganze Gruppe von Servicetechnikern, die gleichzeitig oder rotierend angerufen werden sollen. Die einzelnen Rufgruppen haben ihren eigenen Bereitschaftsplan, in dem die Teambildung einer Gruppe für ein Jahr bestimmt ist. Der Bereitschaftsplan ist grafisch konfigurierbar. Diensthabende Serviceleute können über einen programmierten Ruf, jeweils zu Beginn und Ende der Rufbereitschaft, an Ihren Dienst erinnert werden.
Redundanz
ALERT kann auf zwei in einem Netzwerk verbundenen Stationen installiert werden. Im redundanten Modus überwacht jeder ALERT-Manager seine lokale Applikation, obwohl gleichzeitig nur eine Station aktiv ist. Die Stationen überwachen sich gegenseitig. Falls die aktive Station ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen kann (Ausfall PC oder Rufsysteme), übernimmt die andere Station sofort und automatisch ohne Informationsverlust. Die Synchronisation redundanter Stationen erfolgt automatisch, wie auch die wechselseitige Übermittlung von Meldungsbestätigungen, Synchronisation von Änderungen im Bereitschaftsplan oder Konfigurationsparameter.
Ereignisliste
ALERT verfügt über eine Ereignisliste, in der alle Aktionen, die von ALERT ausgelöst oder auch von eingeteilten Serviceleuten als Reaktion darauf veranlasst wurden, mitgeschrieben werden. Damit hat man einen lückenlosen Nachweis aller Aktivitäten.
Logbuch
Ein integriertes Logbuch gibt allen Bedienern die Möglichkeit Handeingaben in ALERT vorzunehmen. Damit können wichtige Informationen festgehalten, beziehungsweise für den nachfolgenden Operator hinterlegt werden.
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